Johann Georg August Wirth
"ein Bismarck der Demokratie"
wirthwell
best
Taschenbuchausgabe
jetzt bei Wellhöfer, Mannheim
ISBN 9783939540939 9,80 €

  Johann Georg August Wirth war ein leidenschaftlicher Vordenker und Vorkämpfer der Demokratie in Deutschland.
Für den Traum von der Freiheit  zahlte er einen hohen Preis:
Gefängnis, Verbannung, Not und Krankheit. 

Es ist an der Zeit, den großen Vergessenen
und seinen Kampf in unser Gedächtnis zurück zu holen. 
Wirth stritt als Publizist, Verleger, Historiker,
als Jurist und Politiker für die Souveränität des Volkes,
für soziale Gerechtigkeit und deutsche Einheit. 

Bekannt geworden und geblieben ist er vor allem
durch seinen mutigen  Kampf für eine freie Presse
und das Hambacher Fest 
von 1832,
die erste große Volksversammlung auf deutschem Boden,
die er gemeinsam mit Philipp Jakob Siebenpfeiffer vorbereitete. 

Gefeiert als "Freiheitsheld", verfolgt als "Umstürzler"
und beschuldigt "des Hochverraths",
jahrelang im Gefängnis eingekerkert
und schließlich zur Flucht ins Exil gezwungen,

blieb Wirth zeitlebens ein "tapferer Ritter der Freiheit" (Heine). 

Kurz vor seinem Tod, 1848 erlebte Wirth noch
die Revolution 
in Deutschland,
wurde ins Frankfurter Vorparlament berufen 

und erhielt einen Platz in der Nationalversammlung.
Bevor er 
seine Arbeit aufnehmen konnte, starb er, noch nicht fünfzigjährig.
Wirths Ideen, sein Werk und Lebenskampf waren grundlegend
für die Entwicklung freiheitlicher Traditionen,
für die Bildung politischer Parteien und nicht zuletzt 
für die Verfassungen
der Weimarer Republik 
und der Bundesrepublik Deutschland. 
Vor allem aber war Wirth einer der ersten,
der die Bedeutung 
einer freien Presse
für die demokratische Emanzipation erkannte
und Pressefreiheit als ein Recht des Volkes
gegen die Fürstenherrschaft mutig beanspruchte. 

"Die Presse, die das Volk sich baut, 
werdet ihr nie zum Schweigen bringen."
 

Wirth glaubte an die Überzeugungskraft der öffentlich gemachten  Wahrheit,
an die demokratische Gegenmacht des gedruckten,

vervielfältigten Wortes in Flugblättern, Zeitschriften und Büchern.
Die herrschende, bzw. "untertänige" Geschichtsschreibung
vom Kaiserreich bis heute hat J. G. A. Wirth, wie andere, 

die für die Herrschaft des Volkes stritten,
gründlich mißachtet 
und ignoriert. 
Die lang schon überfällige Biographie ruft einen der "Vorväter"
unserer Demokratie ins Gedächtnis.
Sie will, wie Gustav Heinemann es forderte,
einem Mann Gerechtigkeit widerfahren lassen,
der dafür gelebt und gestritten hat, "damit das deutsche 
Volk
politisch mündig und moralisch verantwortlich sein Leben 

und seine Ordnung selbst gestalten kann."

Die Biographie zeichnet Wirths Lebensweg
und die Entwicklung
seiner Ideale nach
und bindet sie ein in das Wachsen und Werden demokratischer Überzeugungen
von den "Freiheitskriegen" 
gegen Napoleon
bis zur Märzerhebung von 1848.

Auch heute zeigt sich die Aktualität von Wirths Kampf um Preßfreiheit,
zeigt sich die Dynamik und Kraft unzensierter Informationen
und Meinungen

in einer Zeit, da junge Demokratiebewegungen
 
um Freiheit und Menschenrechte kämpfen
und
sich per Internet, handyvideos, über facebook, youtube, twitter u.a.
eine neue Gegenöffentlichkeit erobern.
Nicht nur in Asien, Arabien und Nordafrika.

  Pressestimmen

Michail Krausnicks vorzüglich recherchierte und glänzend geschriebene
Biografie über die Schlüsselfigur des Vormärz
ist jetzt vom Wellhöfer-Verlag als Taschenbuchausgabe
in aktualisierter Fassung neu aufgelegt worden.
Der Autor hat dankenswerterweise keine Hagiografie geschrieben,
sondern das durchaus kritische Porträt eines Vorkämpfers der Menschen-
und Bürgerrechte, der als Mensch seinerZeit
auch in etlichen Irrtümern seiner Zeit befangen blieb.
Nicht nur Zeitungslesern ist das Buch als
Pflichtlektüre zu empfehlen.
Christian Bommarius
Frankfurter Rundschau, 7./8. Januar 2012

  Schlüsselfigur der Revolution!   
Die Rheinpfalz

Ein Bismarck der Demokratiegeschichte
Weinheimer Nachrichten

Dieses Buch gehört in den deutschen Geschichtsunterricht.
Und in den Kopf eines jeden Journalisten!

Elisabeth Alexander, passagen

Lesetip zum Wochenende -
Wer wissen möchte, welche Rolle die Idee der ‘Pressfreiheit' spielte,
der muss sich mit Wirth auseinandersetzen
.

Elisabeth Endres, Süddeutsche Zeitung 

Die lebendig geschriebene Biographie ist...
ein Zeugnis dafür, dass die deutsche Geschichte
auch freiheitliche Traditionen vorzuweisen hat.

Majid Sattar, Heilbronner Stimme

Souverän und stilsicher, mit Blick für farbige Episoden
und treffende Zitate.
musikblatt, Göttingen 

Wie kein anderer steht Wirth
für den mutigen Kampf um ‘Pressfreiheit' -

in den Zeiten des möglichen ‘Lauschangriffs'

geradezu von bedrückender Aktualität
.

Praxis Geschichte

Es ist zu hoffen, dass die sorgfältig recherchierte
und schön illustrierte Biographie eines der wichtigsten deutschen
Patrioten des 19. Jahrhunderts
recht viele Leser findet.

Walter Grab,  Das historisch-politische Buch

Eine kurzweilige Biographie, die dem Leser die Person
sowie die Zeit, in der diese stand, nahebringt.

Rüdiger  Hachtmann, Tagesspiegel, Berlin

Pflichtlektüre für Demokraten!
Erhard Jöst, ossietzky

Hier ist Musik  drin!
Hellmut G. Haasis, DIE ZEIT


 
 
wirt

240 Seiten, € 21,00
ISBN 3-88679-289-7
BELTZ QUADRIGA

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Dazu auch:

Johann Georg August Wirth

DIE RECHTE 
DES DEUTSCHEN VOLKES
Eine Verteidigungsrede vor den Assisen zu Landau (1833)

Bundesarchiv, Bibliothek europäischer Freiheitsbewegungen
Mit einer Einführung von Michail Krausnick
Potsdam, 1998

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